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Frankreich · Gegründet 1952

Givenchy

Pariser Couture-Maison seit Hubert-de-Givenchy-Founding 1952, Antigona als zentrale Hero-Position (Tisci-Heritage 2010), Audrey-Hepburn-Heritage-Tradition, LVMH-Gruppe seit 1988

Gegründet

1952

Land

Frankreich

Kreativdirektion

Sarah Burton (seit 2024)

Heritage-Score

9/10

Aus dem Archiv

Givenchy wurde am 2. Februar 1952 in Paris von Hubert de Givenchy (geboren 1927, gestorben 2018) gegründet — einem jungen aristokratischen Designer der französischen Adelsfamilie. Mit nur 24 Jahren eröffnete er sein Atelier in der Avenue George V — direkt gegenüber von Balenciaga, dessen Cristóbal Balenciaga zu seinen wichtigsten Mentoren wurde. Givenchys erste Kollektion (Februar 1952) revolutionierte mit dem 'Bettina Bluse' die Pariser Couture — eine moderne, jugendliche Vision der Couture.

Die kulturhistorisch wichtigste Beziehung war die zu Audrey Hepburn. Hepburn entdeckte den jungen Givenchy 1953 für die Kostümierung des Films 'Sabrina' — und arbeitete die folgenden vier Jahrzehnte exklusiv mit ihm zusammen (Funny Face 1957, Frühstück bei Tiffany 1961 — das ikonische schwarze Cocktail-Kleid wurde von Givenchy entworfen, Charade 1963, How to Steal a Million 1966). Die Hepburn-Givenchy-Beziehung prägte die kulturelle Position des Hauses für Jahrzehnte: gehobene Pariser Eleganz, romantisch ohne sentimental zu werden.

Hubert de Givenchy verkaufte das Haus 1988 an LVMH und zog sich 1995 zurück. Die folgenden Jahrzehnte sahen wechselnde Kreativdirektoren: John Galliano (1995-1996, kurz vor seinem Wechsel zu Dior), Alexander McQueen (1996-2001), Julien Macdonald (2001-2003), Riccardo Tisci (2005-2017 — die definierende moderne Era mit dunkel-romantischer Designhandschrift, Antigona 2010), Clare Waight Keller (2017-2020, entwarf das Hochzeitskleid von Meghan Markle 2018), Matthew M. Williams (2020-2024) und seit 2024 Sarah Burton.

Sarah Burton (britische Designerin, geboren 1974) war zuvor 13 Jahre Kreativdirektorin von Alexander McQueen (2010-2023) — wo sie unter anderem das Hochzeitskleid von Catherine Middleton (Princess of Wales) 2011 entwarf. Ihre Berufung zu Givenchy ist eine der wichtigsten Personalentscheidungen der Mode 2024. Burtons erste Givenchy-Kollektion (FW25, gezeigt März 2025) wurde als kuratorisch tiefe Rückbesinnung auf Hubert-de-Givenchy-Heritage gelesen.

Im Lederwaren-Bereich war die Antigona (Heritage seit 2010 unter Riccardo Tisci) das definierende Modell der vergangenen 15 Jahre — kantige Tote/Schultertasche mit charakteristischer doppelter Hardware. Neben Antigona sind Voyou (Waight-Keller-Era), Mystic, G-Tote, 4G Bag und Kenny die kommerziell wichtigsten aktuellen Modelle.

Im Atelier behandeln wir Givenchy als Authority-Tier-2-Maison. Distribution: keine Breuninger-Konzession, aber Mytheresa, Net-a-Porter, Farfetch, eigene Boutiquen. Eine Antigona Small bei rund 1.690-2.290 EUR, Medium bei 2.290-2.990 EUR, Large bei 2.890-3.590 EUR. Voyou Medium ab 2.190 EUR. G-Tote Medium ab 1.890 EUR (Stand: Mai 2026).

Givenchy — Heritage seit 1952

Hubert de Givenchy (1927-2018) gründete am 2. Februar 1952 sein Pariser Maison in der Avenue George V — gegenüber von Cristóbal Balenciagas Atelier. Mit nur 24 Jahren eröffnete der aristokratische Designer aus der französischen Adelsfamilie sein Haus, nachdem er bei Jacques Fath, Robert Piguet, Lucien Lelong und Elsa Schiaparelli gelernt hatte. Seine erste Kollektion revolutionierte die Pariser Couture mit der 'Bettina Bluse' — eine moderne, jugendliche Vision der Couture.

Die kulturhistorisch wichtigste Beziehung war die zu Audrey Hepburn. Hepburn entdeckte den jungen Givenchy 1953 für die Kostümierung des Films 'Sabrina' — ein Treffen, das als eines der ikonischsten in der Mode-Geschichte gelesen wird. Die folgenden vier Jahrzehnte arbeitete Hepburn exklusiv mit Givenchy: Funny Face (1957), Frühstück bei Tiffany (1961 — das ikonische schwarze Cocktail-Kleid), Charade (1963), How to Steal a Million (1966). Die Hepburn-Givenchy-Beziehung prägte die kulturelle Position des Hauses für Jahrzehnte.

Hubert de Givenchy verkaufte das Haus 1988 an LVMH (damals noch das junge Mode-Konglomerat unter Bernard Arnault) und zog sich 1995 zurück. Die folgenden Jahrzehnte sahen wechselnde Kreativdirektoren: John Galliano (1995-1996, dann zu Dior), Alexander McQueen (1996-2001 — kurzfristige aber kulturell prägende Era), Julien Macdonald (2001-2003).

Riccardo Tisci (Kreativdirektor 2005-2017) — die definierende moderne Era. Mit dunkel-romantischer Designhandschrift transformierte er Givenchy zur Streetwear-Couture-Marke der späten 2000er und 2010er. 2010 entwickelte er die Antigona, die zur kommerziellen Hero-Position des Hauses wurde. 2018 wechselte Tisci zu Burberry (bis 2022).

Clare Waight Keller (2017-2020) folgte und entwarf 2018 das Hochzeitskleid von Meghan Markle für ihre Hochzeit mit Prince Harry — eine kulturhistorisch wichtige Mode-Position. Matthew M. Williams (2020-2024) brachte amerikanische Streetwear-Sensibilität. Sarah Burton übernahm 2024 nach 13 Jahren bei Alexander McQueen — Burtons erste Givenchy-Kollektion (FW25) wurde als kuratorisch tiefe Rückbesinnung auf Hubert-de-Givenchy-Heritage gelesen.

Material-Signaturen

  • Glattleder Calfskin

    Strukturiertes Kalbsleder als Standardmaterial für Antigona — die definierende Tisci-Era-Lederwaren-Material-Wahl.

  • Quilted Lammleder

    Gequiltetes Lammleder für G-Tote-Quilted und saisonale Antigona-Variants.

  • 4G Monogram Canvas

    Beschichtetes Canvas mit dem 4G-Monogram-Pattern (Tisci-Heritage) — kuratorisch zugängliche Heritage-Pattern-Position.

  • Nappa-Kalbsleder

    Weichere Calfskin-Variante für Voyou (Waight-Keller-Era-Heritage) und Mystic.

  • Glattleder Glacé

    Glatt-glänzende Calfskin-Variante für Premium-Antigona-Konfigurationen.

Heritage-Modelle im Atelier

Die kuratorisch zentralen Givenchy-Modelle mit Preis-Range, Resale-Position und kuratorischer Einordnung.

  • Givenchy Antigona · Small ab 1.690 EUR, Medium ab 2.290 EUR, Large ab 2.890 EUR, XL ab 3.590 EUR

    Heritage seit 2010 unter Riccardo Tisci — kantige Tote/Schultertasche mit charakteristischer doppelter Hardware. Definierende Position der Maison der letzten 15 Jahre. Heritage-Konfigurationen in Schwarz, Burgund, Tan.

    Resale-Position: 35-60%, Heritage Tisci-Era 2010-2017 wertstabilster

  • Givenchy Voyou · Voyou Small ab 1.890 EUR, Medium ab 2.190 EUR, Large ab 2.690 EUR

    Heritage seit Clare-Waight-Keller-Era 2017 — softere drapierte Hobo-Position mit charakteristischer Slouchy-Architektur. Nappa-Kalbsleder.

    Resale-Position: 35-55%, Waight-Keller-Heritage seit 2017

  • Givenchy G-Tote · G-Tote Small ab 1.490 EUR, Medium ab 1.890 EUR, Large ab 2.290 EUR

    Zeitgenössische G-Logo-Tagestrag-Tote mit prominentem G-Verschluss. Glattleder oder Quilted Lammleder.

    Resale-Position: 30-50%, zeitgenössische Tagestrag-Position

  • Givenchy Mystic · Mystic Small ab 1.690 EUR, Medium ab 1.990 EUR

    Kantige Schultertasche mit zeitgenössischer Architektur.

    Resale-Position: 30-50%

  • Givenchy 4G Bag · 4G Small ab 1.490 EUR, Medium ab 1.890 EUR

    Heritage-Position mit 4G-Monogram-Pattern (Tisci-Heritage-Pattern).

    Resale-Position: 30-50%, Monogram-Heritage

  • Givenchy Kenny · Kenny ab 1.490 EUR

    Zeitgenössische zugängliche Crossbody-Position.

    Resale-Position: 30-50%

Givenchy im Resale-Markt

Givenchy-Lederwaren halten ihren Wert im mittleren Tier-2-Bereich — Antigona 35-60 Prozent über drei Jahre. Vintage-Tisci-Era (2005-2017) gewinnt zunehmend als Sammler-Position. Voyou Waight-Keller-Era 35-55 Prozent. Kuratorisch nicht so wertstabil wie Celine oder Saint Laurent, aber stabiler als Versace oder Tom Ford. Antigona in Schwarz/Burgund ist die wertstabilste Konfiguration.

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Givenchy im Vergleich

Givenchy positioniert sich kuratorisch im Pariser Couture-Tier-2-Segment mit Audrey-Hepburn-Heritage-Anbindung und Tisci-Era-Streetwear-Couture-Legacy. Im Vergleich zu Saint Laurent ist Givenchy couturierender, weniger Streetwear-betont. Im Vergleich zu Celine ist Givenchy kommerziell breiter, weniger Quiet-Luxury-fokussiert. Im Vergleich zu Valentino ist Givenchy strukturiert-kantiger, weniger romantisch.

Im Atelier verfügbar

Alle 48 Modelle →

Fragen aus dem Archiv

Wer war Hubert de Givenchy?
Hubert de Givenchy (1927-2018) war ein französischer aristokratischer Couturier, der das Haus 1952 in Paris gründete (Avenue George V). Seine enge Freundschaft mit Audrey Hepburn — er entwarf ihre Garderobe für Sabrina (1954), Funny Face (1957), Frühstück bei Tiffany (1961) und viele weitere Filme — prägte die kulturelle Position der Marke. Cristóbal Balenciaga war einer seiner wichtigsten Mentoren.
Wer ist Sarah Burton?
Sarah Burton ist eine britische Designerin (geboren 1974), die von 2010 bis 2023 die Kreativabteilung von Alexander McQueen leitete. Sie übernahm 2024 die Kreativabteilung von Givenchy. Sie ist unter anderem für das Hochzeitskleid von Catherine Middleton (Princess of Wales) 2011 bekannt.
Welche Givenchy-Tasche ist die bekannteste?
Die Antigona (Heritage seit 2010 unter Riccardo Tisci) — kantige Schulter-/Henkeltasche mit charakteristischer doppelter Hardware. Seit ihrer Einführung das kommerziell wichtigste Modell des Hauses und gilt als die einflussreichste Tasche der Tisci-Era. Daneben Voyou (Waight-Keller-Era), G-Tote, Mystic, 4G Bag.
Wer war Riccardo Tisci bei Givenchy?
Riccardo Tisci war Kreativdirektor von Givenchy 2005-2017 — die definierende moderne Era mit dunkel-romantischer Designhandschrift. Er entwickelte die Antigona 2010 und prägte Givenchy zur Streetwear-Couture-Marke der späten 2000er und 2010er. 2018 wechselte er zu Burberry (bis 2022).
Wo werden Givenchy-Taschen produziert?
Die Lederwaren werden überwiegend in italienischen Werkstätten produziert. Das Haus gehört seit 1988 zur LVMH-Gruppe.
Sind Givenchy-Taschen wertstabil?
Die Antigona in klassischen Farben (Schwarz, Burgund) hält ihren Wert über Jahre relativ stabil — typischerweise 35-55 Prozent des Neupreises nach drei Jahren. Tisci-Era-Modelle 2005-2017 sind im Resale-Markt teilweise gesucht — Sammler-Position für die definierende Tisci-Designhandschrift.

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