Frankreich · Gegründet 1946
Dior
Pariser Couture-Maison, Lady Dior als ikonisches Hauptmodell
Gegründet
1946
Land
Frankreich
Kreativdirektion
Jonathan Anderson (Damen-RTW, ab 2025)
Heritage-Score
10/10
Aus dem Archiv
Dior wurde 1946 in Paris von Christian Dior gegründet — kurz nach dem Krieg, in einer Zeit, in der Pariser Couture um ihre kulturelle Position kämpfte. Mit der ersten Kollektion 1947 stellte Dior den „New Look” vor: tailliertes Oberteil, weite Röcke, romantische Weiblichkeit nach den Sparzwängen der Kriegsjahre. Diese Kollektion definierte die Damenmode des folgenden Jahrzehnts und etablierte Dior als das einflussreichste Pariser Maison der Nachkriegszeit.
Christian Dior selbst starb bereits 1957, nur elf Jahre nach Gründung des Hauses. Die kreative Leitung wurde von einem 21-jährigen Yves Saint Laurent übernommen, später von Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano (1996–2011), Raf Simons (2012–2015), Maria Grazia Chiuri (2016–2025) und seit 2025 von Jonathan Anderson, der zuvor Loewe geleitet hat. Diese Kette an Designerinnen und Designern ist Teil der Dior-Geschichte: jede Ära ist erkennbar, jede hat das Erbe Dior anders gelesen.
Im Lederwaren-Bereich kondensiert die Identität in der Lady Dior — vorgestellt 1995 und benannt nach Diana, Princess of Wales, die das Modell öffentlich trug. Die Lady Dior ist klein, kantig, mit dem charakteristischen Cannage-Quilt-Muster und den hängenden D-I-O-R-Buchstaben am Henkel. Sie ist heute eine der wenigen Taschen, die in jedem Dior-Store, in jedem Land, in jeder Saison verfügbar ist — und gleichzeitig ein erkennbares Statement-Stück.
Neben der Lady Dior sind die Saddle Bag (1999, von Galliano entworfen, in den 2010er Jahren wiederbelebt), die Book Tote (von Maria Grazia Chiuri eingeführt), die Bobby (2020) und die Caro die zentralen Modelle. Die Saddle hat in den späten 2010er Jahren ein bemerkenswertes Comeback erlebt — eines der wenigen Beispiele, wo ein vergessenes Modell der 90er Jahre wieder zum kommerziellen Erfolg wurde.
Im Atelier behandeln wir Dior als Authority-Marke neben Hermès, Chanel und Louis Vuitton. Die Verfügbarkeit über klassische Affiliate-Kanäle ist limitiert; Dior verkauft überwiegend in eigenen Boutiquen und über die hauseigene Website. Eine Lady Dior in Standardgröße kostet aktuell rund 5.500–7.000 €, eine Saddle bei rund 3.800–4.500 €, eine Book Tote zwischen 3.000 und 4.500 €.
Im Atelier verfügbar
Alle 5 Modelle →
Dior · Henkeltasche
Lady Dior

Dior · Schultertasche
Saddle

Dior · Tote
Book Tote

Dior · Schultertasche
Bobby

Dior · Schultertasche
Caro
Fragen aus dem Archiv
- Wer war Christian Dior?
- Christian Dior war ein französischer Couturier, geboren 1905 in Granville. Er gründete sein Haus 1946 und prägte mit der ersten Kollektion 1947 (dem „New Look”) die Pariser Mode der Nachkriegszeit. Er starb 1957 mit nur 52 Jahren.
- Wer ist aktuell Kreativdirektor bei Dior?
- Jonathan Anderson leitet die Damen-Ready-to-Wear seit 2025 — er übernahm von Maria Grazia Chiuri, die das Haus von 2016 bis 2025 geprägt hat. Anderson kommt von Loewe, wo er zwölf Jahre lang die Kreativabteilung führte.
- Welche Dior-Tasche ist die bekannteste?
- Die Lady Dior, vorgestellt 1995 und nach Diana Princess of Wales benannt, ist das definierende Modell des Hauses. Aktuell kommerziell wichtig sind außerdem die Book Tote, die Saddle und die Caro.
- Was ist das Cannage-Muster?
- Cannage bezeichnet das charakteristische Diamant-Quilt-Muster, das bei Dior auf der Lady Dior und vielen anderen Lederwaren erscheint. Es geht zurück auf die Stuhlpolster, die bei Christian Diors erster Modenschau 1947 verwendet wurden — ein Designdetail, das zur Marken-Code wurde.
- Wo werden Dior-Taschen produziert?
- Dior produziert seine Lederwaren überwiegend in italienischen Werkstätten, mit denen das Haus langfristige Beziehungen pflegt. Einige Spezialarbeiten finden in Frankreich statt. Die Marke gehört zur LVMH-Gruppe, die ihre Lieferketten zentral koordiniert.
- Sind Dior-Taschen wertstabil?
- Die Lady Dior in Standardausführung (Schwarz, Patent oder Cannage-Lammleder, klassische Größe) hält ihren Wert sehr stabil — typischerweise 60–80 Prozent des Neupreises nach drei Jahren. Trendmodelle wie die Saddle in saisonalen Farben verlieren schneller.